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Nordtangente Halle/Saale - Verlauf & Daten

Das nächste große Bauprojekt der Stadt Halle/Saale ist die Nordtangente, damit der Hafen Halle Trotha an die B100 und die B91 angeschlossen wird. Siehe Verlauf und Daten auf www.nordtangente.info.
Eine geplante Brücke über die Saale im Anschluss an die Nordtangente würde das Logistik- und Transportwesen im Norden von Halle (Mötzlich, Frohe Zukunft, Tornau, Trotha, Seeben, Sennewitz) nochmals ausbauen, ebenso die geplanten Gewerbegebiete bei Oppin und Sennewitz. Zum Vergleich: Baukosten der Osttangente 33 Millionen Euro, Verkehrsaufkommen bisher 6500 Fahrzeuge pro Tag.



Karte in Google Maps öffnen: http://bit.ly/nordtangente-karte oder auf  www.nordtangente.info ansehen.
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Kommt der Star Park II in Halle-Tornau?

Weil Halle ein neues Gewerbegebiet nicht bezahlen kann, sollen nun die Stadträte über das Gewerbegebiet entscheiden. Ein neues Gewerbegebiet kostet der Stadt Halle 10 Millionen Euro. Weitere 90 Millionen Euro Fördermittel könnten von Land, Bund und EU beantragt werden. All diese Gelder sind unsere gezahlten Steuern.

Da am Frachtflughafen Leipzig demnächst für eine halbe Milliarde Euro u.a. riesige Logistikflächen gebaut werden, ist abzusehen, dass ein Star Park II bei Halle verwaisen würde. Man erinnere sich an den Star Park I. Auch dieser war tot und verursachte nur Leerstand und Kosten - bis der Oberbürgermeister sich aktiv um Logistikfirmen bemühte.

Für den existierenden Star Park wurden z.B. 100 Millionen Euro städtische und Landesmittel ausgegeben. Geld, dass nun Halle fehlt und durch die bisherige Ansiedlung von Logisikfirmen (kaum Gewerbesteuer-Einnahmen und hauptsächlich Billigjobs) nicht wieder reinkommt. Damit hat Halle nur halb soviel Gewerbesteuer-Einnahmen als das  gleich …

Institut für Wirtschaftsforschung Halle: "Investitionen in Bildung - und nicht etwa in neue Gewerbegebiete - haben die höchste Rendite."

Der Star Park I hat 100 Millionen Euro gekostet. Ein Star Park II bei Tornau/Seeben würde ähnlich viel kosten. Jedoch generiert die derzeitige Ansiedlungspolitik (z.B. Logisikfirmen) zu geringe Gewerbesteuer-Einnahmen.
Halles Liquiditätskredite stiegen 2018 auf 334 Millionen Euro. Diese Art Dispo-Kredite sind eigentlich nur für eine kurzfristige Deckung von Engpässen gedacht. Die Stadt Halle muss aber jedes Jahr sogar weitere Millionen Euro Kredite aufnehmen, allein um vorhandene Kredite zu tilgen. Das Problem sind auch die hohen Zinsen. Wenn die Stadt allein 7% ihrer Einnahmen für Zinsen aufwenden muss, fehlt ihr das Geld an anderer Stelle.

Der Vize-Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle meint: "Investitionen in die Bildung - und nicht etwa in neue Gewerbegebiete - hätten dabei langjährig die höchste volkswirtschaftliche Rendite."

Quelle: https://www.mz-web.de/halle-saale/liquiditaetskredite-334-millionen-euro-halle-braucht-hilfe-beim-schuldenabbau-32444690

Entlastet eine Nordtangente die Giebichensteinbrücke, Kröllwitzer Straße und Große Brunnenstraße?

Auf der Giebichensteinbrücke, Kröllwitzer Straße und Großen Brunnenstraße staut es sich täglich im Berufsverkehr. Würde eine Nordtangente da nicht Entastung bringen? Nein! Wir fahren täglich diese Strecke und stellen immer wieder fest, die mit Pfeilen markierten Straßenabschnitte nur vereinzelt befahren werden. Siehe Grafiken!




Die Nordtangente soll ja insbesondere den West-Ost Verkehr durch Halle (Saale) aufnehmen. Also von Kröllwitz/Lettin zur B100 und umgekehrt. Dieser Durchgangsverkehr müsste zwingend an den mit Pfeilen markierten Abschnitten durchfahren. Stellt Euch einfach mal auf dem Dessauer Platz und beobachtet wo die Autos langfahren. 80% kommen oder fahren Richtung Wasserturm, Zoo, B100. Gefühlt weniger als 10% Richtung Giebichensteinbrücke. Nur die Hälfte davon Richtung Lettin/Salzmünde. Das heißt nur 5% des Verkehrs am Dessauer Platz könnte im Stau-Fall auf eine zukünftige Nordtangente ausweichen.

Auf ähnliche Zahlen wie unsere Beobachtung kommen übrigens auch die Verkeh…

DER SPIEGEL: Überall neue Gewerbegebiete, Siedlungen, Straßen: Wie soll das Land aussehen, in dem wir leben?

Deutschland DER SPIEGEL druckte einen großen Artikel in der Ausgabe 20/2018:
Deutsche Landschaften verschwinden unter Beton - Überall neue Gewerbegebiete, Siedlungen, Straßen: Wie soll das Land aussehen, in dem wir leben?

Der Titel sagt eigentlich alles. Genauso nachdenklich stimmen die Leserkommentare - bitte unbedingt durchlesen:


Im Fernsehen lief bei der ARD ein ebenso bedrückende Dokumentation: Wenn die Landschaft unter Beton verschwindet
Alle Entscheidungsträger - die die Nordtangente und das Gewerbegebiet Tornau/Oppin planen - sollten sich fragen, wie groß ist eigentlich ihr ökologischer Fußabdruck? Wie erzählen sie das ihren Enkeln?
Was kann aber ich für den Erhalt meiner Umwelt zun? Informieren Sie sich und andere über die Nordtangente und über das geplante 175 ha große Gewerbegebiet Tornau/Oppin

Was würde die Nordtangente und das Gewerbegebiet verändern?

Was würde die Nordtangente und das Gewerbegebiet verändern? Ich bin heute die Strecke des Fahrradweges zum Petersberg abgefahren, der auch gleichzeitig Teil des Lutherwanderweges und des europäischen Fernwanderweges E11 ist. Die Nordtangente würde den Weg in Höhe Franzosenstein kreuzen. Der Weg führt weiter am geplanten Gewerbegebiet Oppin/Tornau. Die Natur, die Sie hier sehen, würde mit den geplanten Bauvorhaben verschwinden!
Die grün eingezeichneten Strecke wurde von Süden nach Norden fotografiert.


Der „Franzosenstein“ genannte Menhir von Seeben ist ein wahrscheinlich aus der Jungsteinzeit stammender Menhir in der Nähe von Seeben. Der „Franzosenstein“ gehört zu einer Reihe von Steinen – allen voran der Teufelsstein von Sennewitz – um die sich eine gemeinsame Sage dreht. Demnach habe der Teufel die Steine vom Petersberg nach verschiedenen Kirchen geworfen, diese aber verfehlt. Vertiefungen in den Steinen wurden als Fingerabdrücke des Teufels angesehen.

Einer weiteren Sage verdankt d…

Aktuelle Verkehrsanalyse zeigt keine Notwendigkeit für Nordtangente

Mit den frei verfügbaren Google Maps Daten kann man eine sehr gute Verkehrsanalyse machen. Das liefert bessere Daten als so manches Gutachten, da hier die GPS- und Atomuhr genauen Daten der Android Smartphones genutzt werden. Verhindern kann man das nur, wenn man die Standortfreigabe, GPS oder Mobile-Daten deaktiviert, was sicher die wenigsten machen. Im August 2018 wurde aufgedeckt, dass Google Ortsdaten auch bei deaktiviertem Standortverlauf sammelt. Ebenso tragen alle iPhone-Nutzer, die gerade mit Google Maps navigieren, zu diesem Datenschatz bei. Fachleute nennen sich dieses Verfahren Floating Car Data.
In einer aktuelle Studie der IHK über "Maßnahmen gegen den Stau in Stuttgart" erläutert eine der führenden Verkehrsgutachter PTV Transport Consult GmbH die Methodik und Vorteile der Floating Car Data bei der Verkehrsanalyse und Verkehrsplanung (siehe Kapitel 3 und 4 in https://www.stuttgart.ihk24.de/standortpolitik/../downloads/Publikation-IHK-Studie-Stau-Ursachen-data.p…